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Polarlichter fotografieren – Tipps und Tricks für magische Nachtaufnahmen

Foto Tricks – Polarlichter fotografieren

Polarlichter, auch bekannt als Nordlichter oder Aurora Borealis, haben eine bezaubernde Wirkung. Sie leuchten in klaren Nächten in den verschiedensten Farben und sind ein seltenes Glücksspiel der Natur. Ebenso wunderbar wie flüchtig stehen sie deshalb oft weit oben auf der persönlichen Bucket List vieler Menschen: Einmal im Leben die Nordlichter am Himmel tanzen sehen!

Das Fotografieren von Polarlichtern ist eine ebenso reizvolle wie anspruchsvolle Disziplin der Astrofotografie. Das bloße Erlebnis dieser Himmelsphänomene ist schon beeindruckend, sie jedoch auf einem Foto festzuhalten, verlangt sowohl gründliche Vorbereitung als auch fotografisches Geschick. Mit den folgenden Foto Tricks können Sie Ihre Chancen maximieren, die magische Schönheit der Polarlichter erfolgreich in Bildern zu verewigen.

Was sind Nordlichter und unter welche Voraussetzungen kann man Polarlichter fotografieren?

Polarlichter, Nordlichter oder Aurora Borealis sind faszinierende Lichtphänomene am Himmel, die entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre treffen. Diese Kollisionen ereignen sich vornehmlich in den Polarregionen und bringen die Gasmoleküle in der Atmosphäre dazu, Licht in unterschiedlichen Farben auszustrahlen, was zu einem verzaubernden Naturschauspiel führt.

Um Polarlichter fotografieren zu können, benötigt man neben einer klaren Nacht auch einen dunklen Himmel mit minimaler Lichtverschmutzung sowie ausreichende Aurora-Aktivität, die mit dem geomagnetischen Zustand der Erde in Verbindung steht. Beobachtungen in der Nähe des geomagnetischen Nordpols, vor allem innerhalb der sogenannten Aurora Zone, versprechen aufgrund dieser Bedingungen meist große Erfolgsaussichten. Insbesondere in den Wintermonaten, wenn die Nächte am längsten sind, bieten sich gute Sichtverhältnisse.

Bevor Sie sich auf die Jagd nach Polarlichtern aufmachen, ist es empfehlenswert, den Wetterbericht zu überprüfen. Wolkenarme und klare Nächte sind zu bevorzugen. Verschiedene Apps, wie etwa „Aurora“ oder „Aurora Forecast“, können wertvolle Vorhersagen und Informationen über die Aktivität und Intensität (Kp-Index) der Nordlichter liefern, damit Sie zum optimalen Zeitpunkt bereit sind, die Lichter zu fotografieren.

An welchem Ort kann man Polarlichter sehen und fotografieren? 

Für eine optimale Sicht auf die Polarlichter ist der äußerste Norden Europas ein bevorzugter Anlaufpunkt. Besonders in Regionen, die an den Polarkreis grenzen, wie beispielsweise Island, das nördliche Norwegen, die obersten Teile Schwedens und Finnlands, stehen die Chancen gut, dieses Himmelsspektakel zu beobachten. Diese Orte liegen in der Nähe der Magnetpole der Erde, wodurch sie sich inmitten der sogenannten Aurora Zone befinden – einem Bereich, in dem die Aurora Borealis besonders häufig auftritt. Die langen, dunklen Nächte im Winterhalbjahr und günstige Wetterbedingungen verbessern die Sichtbarkeit und machen diese Gebiete zu einem idealen Ziel, um Polarlichter zu fotografieren.

Suchen Sie für die optimale Sichtbarkeit der Polarlichter einen Ort fernab von städtischer Lichtverschmutzung (Lichtverschmutzungskarte). Naturparks oder freie Landschaften, wie Küsten oder Felder, eignen sich gut. Wählen Sie Ihre Location sorgfältig aus, idealerweise bereits im Hellen, um die besten Voraussetzungen für Ihre Fotos zu schaffen. Es kann vorteilhaft sein, eine alternative Location in der Nähe im Hinterkopf zu haben, für den Fall, dass an Ihrem Standort die Nordlichter nicht sichtbar sind. Planen Sie genügend Zeit ein, um Ihre Kamera vor Ort einzustellen und auszurichten. Manchmal ist es hilfreich, den Bildausschnitt schon bei Tageslicht auszuwählen und sich den genauen Standort zu merken.

Die Sichtbarkeit von Nordlichtern oder Aurora Borealis in Deutschland ist ein seltenes Ereignis. In Deutschland sind die besten Chancen, Nordlichter zu sehen, in den nördlichen Regionen gegeben. Insbesondere in Küstennähe von Nord- und Ostsee oder auf höheren Hügeln und in Gebieten, abgelegen von künstlichem Licht. Typischerweise ist dies jedoch sehr selten und das Licht oft nur schwach im Vergleich zu dem, was man in den Polarregionen beobachten kann. Für genauere Vorhersagen sollten Interessierte spezielle Wetterdienste und Apps zurate ziehen, die sich auf die Beobachtung der Sonnenaktivität und Nordlichtvorhersagen spezialisiert haben. Diese Dienste können oft ein paar Tage im Voraus ankündigen, wann erhöhte Chancen für Nordlichter bestehen. Fotoexkursionen in die oben genannten Gebiete erhöhen die Chance, eine Aurora selbst zu erleben.

Welche Ausrüstung benötigt man, um Polarlichter zu fotografieren?

  • Kamera: Kamera mit M-Modus (manueller Modus)
  • Weitwinkelobjektiv: Die Brennweite 12-24 mm ist optimal, um ein möglichst breites Blickfeld zu bekommen. Bei APS-C-Kameras müssen Sie bei der Wahl des Objektivs den Crop-Faktor bedenken, wählen Sie möglichst ein Objektiv mit 10-18 mm. Eine lichtstarke Linse ermöglicht besonders viel Licht einzufangen. Ein Objektiv mit einer offenen Blende (f/2.8 oder kleiner) ist empfehlenswert.
  • Stativ: Für das Einfangen der Aurora ist eine lange Belichtungszeit und somit ein stabiles Stativ notwendig. 
  • Fernauslöser: Ein Fernauslöser verringert die Verwacklungsgefahr. Alternativ können Sie auch die Selbstauslösefunktion Ihrer Kamera mit mindestens 2 Sekunden Verzögerung verwenden. Manche Kameraanbieter stellen Apps mit Fernsteuerung zur Verfügung, z. B. Canon Camera Connect
  • Voller Akku und Ersatzakku: Lange Belichtungszeiten und kühle Temperaturen können den Akku schnell leeren.
  • Warme Kleidung: Achten Sie auf warme und wetterfeste Kleidung und gegebenenfalls auf Handschuhe. Nachts kann es kühl werden. Eine Isolierflasche mit heißem Tee kann für zusätzliche Wärme sorgen.
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Hocker oder Stuhl: Um Polarlichter zu fotografieren, müssen sie geduldig sein. Eine Sitzmöglichkeit ist sinnvoll.

Polarlichter fotografieren: Mit diesen Kamera-Einstellungen funktioniert es!

Im M-Modus Ihrer Kamera können Sie alle nötigen Einstellungen manuell vornehmen. Verwenden Sie einen Fernauslöser, um Verwacklungen zu vermeiden, und wählen Sie eine offene Blende (kleine Blendenzahl), um viel Licht einzufangen. Starten Sie mit einer ISO-Zahl von 1600, einer offenen Blende (z. B. f/1.8) und einer Belichtungszeit von etwa 10 Sekunden. Überprüfen Sie regelmäßig das Histogramm, um sicherzustellen, dass Ihr Bild korrekt belichtet ist.

Da Polarlichter in ihrer Helligkeit und Intensität variieren können, müssen Sie eventuell die Einstellungen anpassen:

  • Stellen Sie die Bildqualität auf RAW
  • ISO: Beginnen Sie mit 1600; für eine schwache Aurora nehmen Sie eine höhere ISO oder verlängern Sie die Belichtungszeit.
  • Blende: Wählen Sie eine möglichst offene Blende (z. B. f/1.8).
  • Belichtungszeit: 5-15 Sekunden eignen sich in der Regel gut; bei sehr schneller Bewegung der Aurora kürzere Zeiten verwenden, um das Verschwimmen zu vermeiden.
  • Fokussierung: Stellen Sie manuell auf Unendlich oder wenn möglich, auf ein entferntes Objekt, beispielsweise einen Berg scharf.
  • Bildausschnitt: Wählen Sie einen spannenden Bildausschnitt. Dann heißt es warten – Nordlichter sind beweglich und es ist besser, auf den richtigen Moment zu warten, als hektisch die Kamera neu zu positionieren.

Beachten Sie, dass Sie sich je nach Stärke der Aurora an die besten Kameraeinstellungen herantasten müssen. Es könnte nötig sein, deutlich höhere oder niedrigere ISO-Werte einzustellen. Die vorgeschlagenen Basis-Einstellungen sollten Ihnen jedoch als guter Startpunkt dienen und lediglich Feinjustierungen nötig machen.

Postproduktion für Ihre Bilder von Polarlichtern: Profi-Tipp für die Postproduktion 

Wenn Sie die Kamera ausgerichtet und den Bildausschnitt gewählt haben, machen Sie zunächst eine Aufnahme Ihrer Umgebung mit einer längeren Belichtungszeit, damit die Landschaft gut belichtet wird. Dieses Bild lässt sich später am PC mit dem Foto der Nordlichter kombinieren, um Über- oder Unterbelichtungen zu vermeiden. Bei Vollmond könnten Sie das zweite Bild möglicherweise überspringen, da der Mond die Landschaft aufhellt.

Da Sie ihre Fotos in Raw aufnehmen sollten Sie eine Nachbearbeitung einplanen. Sie können mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen z.B. Farben und Details der Nordlichter herausarbeiten.

Fazit: Polarlichter fotografieren

Das Fotografieren von Polarlichtern kann eine wundervolle Erfahrung sein und mit den richtigen Einstellungen und etwas Geduld erzielen Sie beeindruckende Ergebnisse. Gehen Sie gründlich die Schritte von der Vorbereitung bis zur Postproduktion durch und erweitern Sie Ihre Fähigkeiten in der Astrofotografie. Unser Blog liefert Ihnen auch für andere Bereiche, wie Milchstraße fotografieren, Sternenhimmel fotografieren oder Mond fotografieren, nützliche Anleitungen. 

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Note for existing Excire Foto customers: Excire Foto users have to keep in mind for testing that the previous Excire database will be modified when the program is started for the first time. Thus a switch back to older versions is not possible without a backup. We therefore recommend creating a backup before using Excire Foto 2024. How to do this is described here.

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Excire’s flagship program boasts dazzling new features and enhanced AI technology. All-new tools offer AI-powered free-text search, GPS-search, and intelligent aesthetics assessment of individual photos. Additionally, AI upgrades ensure better results in facial recognition, similarity search, and automatic keywording.

Excire Foto 2024 retains all core features from Excire Foto 2022, and the Excire Analytics extension is now fully integrated into the new program.

Highlights of the 2024 version include:

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These are the highlights of the new 2022 version:

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